Info´s zum Thema Resilienz

Resilienz - Was ist das?

Steinsäule mit Bambus - Info´s zum Thema Resilienz

Der Begriff "Resilienz" entstammt dem englischen Begriff "resilience" und bedeutet so viel wie Widerstandsfähigkeit (Elastizität oder Spannkraft). Die Resilienzforschung begann bereits in den 1950er Jahren unter der amerikanischen Forscherin Emmy Werner. Sie begleitete mit Ihrem Forschungsteam auf der Insel Kauai (Hawaii) 40 Jahre lang die Entwicklung von  ca. 700 Kindern. Etwa ein Drittel dieser Kinder wuchs in sozial sehr schwierigen Verhältnissen auf (Gewalt, Mißhandlung, Vernachlässigung, Armut ect.). Während zwei Drittel dieser sozial stark benachteiligten Kinder verhaltensauffälig wurden (straffällig oder psychiatrisch auffällig) entwickelte sich ein Drittel ausgesprochen positiv. Sie waren erfolgreich in der Schule, sozial integriert und zeigten keinerlei Verhaltensauffälligkeiten. Die Forscher  gewannen daraus die Erkenntnis, dass resiliente Menschen über Fähigkeiten bzw. Strategien verfügen müssen, welche sie davor bewahren an widrigsten Umständen zu zerbrechen.

Heute verstehen wir unter Resilienz ganz allgemein die "seelische Widerstandskraft" eines Menschen, die es ihm ermöglicht trotz Krisen oder starker Belastungen (z. B. Stress) gesund zu bleiben oder sogar gestärkt aus solchen Situationen hervorzugehen. Resiliente Menschen werden daher auch gerne mit sogenannten "Stehaufmännchen" verglichen. Resilienz ist also eine Möglichkeit der Stressvorbeugung = Stressprävention.  Das Gute daran ist, Resilienz ist nicht nur eine Frage der Gene, sondern Resilienz ist erlern- und trainierbar und zwar in jedem Alter!



Koralle und Muscheln am Strand - Wozu Resilienz fördern?

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Wozu ein Resilienztraining absolvieren?

 

Resilienz wirkt Stress und ist somit ein wichtiger Schutzfaktor gegen Burnout. Wie zeigt sich Resilienz?

 

  • Resiliente Menschen erleben weniger Stressmomente: Sie konzentrieren sich auf das Positive, akzeptieren, dass  unangenehme Dinge zum Leben gehören
  • Resiliente Menschen trauen sich zu mit Widerständen, Krisen, Rückschlägen oder Ärger umgehen zu können und Lösungen zu finden, sie besitzen ein gutes Maß an Selbstwirksamkeitserwartung
  • Auch resiliente Menschen können von akuten Stresssymptomen befallen werden, aber sie können diese schneller in den Griff bekommen, gezielt gegensteuern und schneller wieder in einen entspannteren Zustand gelangen. Sie verfügen also über eine bessere Selbstregulation.
  • Resiliente Menschen haben in aller Regel ein gut funktionierendes Beziehungsnetzwerk, sie stehen nicht alleine da, sie können mit Hilfe und Unterstützung rechnen.

 

 


Nur ca. 50% unserer Persönlichkeit ist angeboren, die anderen 50% dagegen nicht. Damit verfügen wir über ein großes Potential an Anpassung- und Veränderungsvermögen um im Verlauf unseres Lebens auf vielfältige Anforderungen (Streitigkeiten, Rückschläge, Veränderungen im Alltag) und/oder Krisen (Trennungen, Todesfälle, Arbeitslosigkeit ect.) reagieren und Resilienz entwickeln zu können. Sie verleiht uns die Kraft diese Belastungen psychisch gesund zu überstehen. Je nach Ausprägung der individuellen Resilienz gelingt uns der Umgang mit stressreichen Lebenssituationen besser oder schlechter. Deshalb ist ein wesentlicher Aspekt, dass Resilienz in jedem Alter trainiert werden kann. Wichtig hierfür ist die Bereitschaft die innere Haltung positiv zu verändern. Damit dies gelingt werden im Rahmen des Resilienztrainings Übungen zur Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit durchgeführt. Diese sind so gestaltet, dass die TN im Laufe des Trainings ein immer besseres Gefühl entwickeln was ihnen persönlich gut tut und welche Handlungsspielräume sich unter geändertem Blickwikel ergeben können. Übungen zum Transfer in den Alltag vermitteln ihnen Möglichkeiten wie sie auf stressreiche Situationen künftig gelassener und gesünder reagieren können. Damit wird die Basis für ein gesünderes, glücklicheres und letztlich oft auch erfolgreicheres Leben gelegt.

Die von mir angebotenen Resilienzkurse und -Workshops sind nach dem LOOVANZ®-Modell aufgebaut und berücksichtigen die Vermittlung von sieben sogenannten Resilienzfaktoren zum entspannteren Umgang mit stressreichen Situationen.


Resilienztraining

Grafik Blume mit den 7 Resilienzfaktoren des LOOVANZ-Modells

Die 7 Resilienzfaktoren des LOOVANZ®-Modells

Das von mir in meinen Resilienzfördertrainingskursen vermittelte LOOVANZ®-Modell umfasst die von Reivich und Shatté (2003) genannten sieben Resilienzstrategien (= Resilienzfaktoren), die es Ihnen ermöglichen den Anforderungen des Berufslebens und des Alltags gelassener zu begegnen und gesünder mit Stress umzugehen :

  • L ösungsorientierung
  • O ptimismus
  • O pferrolle verlassen
  • V eranwortung übernehmen
  • A kzeptanz (der Krise)
  • N etzwerkorientierung
  • Z ukunftsplanung

Kurse zur Förderung der Resilienz stellen eine Möglichkeit dar Strategien zu erlernen um mit den Anforderungen unserer modernen, schnellen und leistungsorientierten Welt besser umgehen zu können. Die Kombination aus Vermittlung von Verhaltensstrategien, neuen Denkmustern und Entspannungs-übungen bzw. -techniken (Progressive Muskelentspannung, Atemübungen ect.)  hat sich als besonders effektiv und nachhaltig erwiesen.